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Dilemma #2 - Tzr Springt Nicht/kaum An


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26 Antworten in diesem Thema

#1 xHellraiserx

xHellraiserx

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Geschrieben 20 März 2020 - 02:26

Hey Leute,

 

wollte heute noch schnell mit meiner TZR zur Dekra und danach zur Zulassung, bevor wir hier tatsächlich die Quarantäne übers Wochenende bekommen. Da sie ja am Anfang nicht wirklich ohne Anrollen ansprang, hatten wir den Tank direkt mit dem Vergaser verbunden (siehe Thema zum Benzinhahn) und eine neue Zündkerze ist in den Hobel gewandert. Tja, nur leider wollte sie heute trotz Anrollens nicht anspringen - zwei mal lief sie ganz kurz, nahm aber kaum Gas an und war genauso schnell wieder aus.

Nun gut, die TZR steht jetzt am Ende der Straße (15% Gefälle) und am Fuß des Berges; bin eben mit etwas Werkzeug noch mal zur ihr gefahren. Habe die Kerze mal sicherheitshalber sauber gemacht und geschaut ob sie einen Zündfunken produziert - tut sie. Nur kann ich nicht einschätzen, ob der tatsächlich ausreichend ist mangels Erfahrung. Sprang trotzdem nicht an.

Habe danach etwas Bremsenreiniger in den Ansaugtrakt der Airbox gesprüht und dann lief sie auch. Hab sie einfach laufen lassen im Leerlauf, während ich hektisch die Verkleidung wieder am draufbauen war, um sie erstmal wieder den Berg hoch nach Hause zu fahren. Tja, gerade als ich fertig war ging sie aus und sprang dann auch wieder nicht an.

Letzter Versuch: nochmals anrollen lassen und habe sie dann wider Erwartens auch wieder kurz zum Laufen bekommen. Meine, dass sie das Gas nur sehr schlecht und hakelig annahm und auch etwas langsam abtourte. Als ich dann gerade wieder den Berg hoch wollte, ist sie mir beim Wenden wieder abgesoffen. Deutet das Verhalten ggf. auf Falschluft hin?

Habe, bevor ich Heim gefahren bin, einfach noch ein bisschen am Mopped rumgeguckt und da ist mir aufgefallen, dass die Seite des Vergasers, welche zur Schwinge zeigt sowie der Bereich der Schwinge darunter etwas feucht war. Könnte dass auf ein Überlaufen oder ebenfalls eine Undichtigkeit hindeuten?

Habe mich gerade noch mal durch angepinnte To-Do Liste gelesen, nur sind die Punkte ja soweit von mir abgearbeitet worden. Jemand eine Idee, wie ich jetzt idealerweise vorgehen sollte? Kriege momentan echt jeden Tag einen Anfall, an dem ich bei dem Wetter nicht fahren kann und bin leider mangels Erfahrung in Zweitaktschraubererei und eher linken Händen sowie wenig Werkzeug etwas eingeschränkt in meinen Möglichkeiten.

 

Liebe Grüße

Tobi


Bearbeitet von xHellraiserx, 20 März 2020 - 02:29 .


#2 ThaMan

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Geschrieben 20 März 2020 - 04:13

Was ist für Sprit drin und wie alt ist der? Exakt dieses Verhalten tritt auf, wenn Wasser in Tank war und in den Vergaser gelangt ist. Insbesondere wenn auf Reserve geschaltet wurde.

Da hilft nur: Alles raus, spülen mit Bremsenreiniger, Benzin und den gesamten Vergaser zerlegen um alles raus zu bekommen.

#3 KölleChris

KölleChris

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Geschrieben 20 März 2020 - 04:38

Hallo Tobi,

 

Kopf hoch Tobi, nicht entmutigen lassen ! Als ich mir das gerade durchgelesen hatte, hat mich das schwer an meine RR Zeit erinnert nach dem Kauf. Das Selbe in grün !

Wie oft wollte ich damals ´ne Tour fahren und konnte nicht weil die RR nicht lief. Ich will erst gar nicht von meiner KTM anfangen….ist zwar ein schwacher Trost aber ich kann das gut nachvollziehen.

 

Ich stand damals auch wie der Ochs vor´m Berg und hatte keine Ahnung von der 2T-Technik. Ist heute nicht anders J

 

Das Motto hieß schlaumachen, lesen und verstehen (Reparaturanleitungen,Explosionszeichnungen,diverse Foren-Beiträge usw). Das sowas nicht von heut auf morgen geht ist klar ! Noch kein Meister vom Himmel gefallen…

 

Das hat auch nichts mit linken Händen zu tun, ich bin zwar gelernter Anlagenmechaniker aber das kriegt jeder hin. Werkzeug reichen hierfür erst einmal zwei ordentlicher Schraubendreher. Bei sicherheitsrelevanten Dingen wie Bremsen usw würde ich aber lieber einen Fachmann ranlassen aber beim Vergaser...... 

 

Das ist alles kein Hexenwerk und zur Unterstützung ist das Forum ja da. Das kriegen wir schon hin. Wenn alle Stricke reißen sollten, dann mach ich halt mal eine ausgedehnte Mopedtour und schau mir das dann in Live an sofern es möglich ist…

 

Zu deinen Fragen, ich würde sagen…..

Meiner Meinung nach stimmt was nicht mit dem Nadelventil/-Sitz oder Schwimmer/-Gestänge/Aufhängung ! Tendiere aber schwer zum Nadeventil/-Sitz ! Weil er ja überläuft und alles vollsaut.

 

Bei meiner RR damals war es so, dass sie immer nach ca. 5km einfach abgesoffen ist (kein Gas angenommen und einfach ausgegangen). Starten war nicht mehr möglich. Meist hat es dabei die normalen NGK Kerzen geschrottet weil diese allergisch auf zu fettes Gemisch reagieren.

Nach ein langen Standzeit (mehrere Stunden) lief sie dann wieder, aber auch wieder nur ca. 5km, dann wieder das gleiche Spiel….abgesoffen und nicht startbar….und so weiter.

 

Nach zig Reinigungsversuchen und Kontrolle des Schwimmer/-Stand/-Gestänge habe ich auf Verdacht das Nadelventil samt Nadelsitz getauscht. Bingo, danach lief sie ohne Probleme !

Das Schwimmernadelventil ist bei meiner RR heute noch mein Sorgenkind, immer wenn sie länger steht läuft der Vergaser über…irgendwie eine Kinderkrankheit.

 

Wenn Zündfunke zu sehen ist das schon mal gut und zu vernachlässigen. Ich muss nochmal nachfragen. Welche Zündkerze fährst du ? Kerzenstecker/-Leitung alt ?

 

War die Kerze nass, feucht oder trocken ?

 

Bei Falschluft läuft sie zu mager und dann passiert i.d.R. genau das Gegenteil, beschleunigt sehr gut, nimmt das Gas direkt an und tourt sehr langsam ab. Glaube ich also eher nicht, aber Glauben tun wir in der Kirche !

 

Beim Dellorto ist der Überlauf das messingfarbende Schnüffelstück an der Schwimmerkammer, wenn er überläuft und kein Schlau drauf ist saut das schon alles voll. Schwimmerkammerdichtung ist aber ok, oder ?  

Das sind so die Sachen dir mir einfallen, ich will aber noch einmal betonen, dass ich kein Proschrauber bin !

 

Gruß

 

EDIT:

Wenn es richtig übel läuft und überläuft kann es sogar passieren das im Kurbelwellengehäuse das Benzin steht, entweder mittels Spritze und langem Schlauch abpumpen oder über Nacht die Zündkerze ausbauen, damit sich das Benzin besser verflüchtigen kann. Zum abpumpen müsste man den Membrankorpus demontieren, dann sieht man aber auch direkt ob Sprit drin steht oder nicht ! Wenn man eh den Vergaser ab hat ist das kein Aufwand....

 

Gruß



#4 xHellraiserx

xHellraiserx

    Aprilia'Fahrer

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Geschrieben 20 März 2020 - 09:18

@thaman: die Frage kann ich leider nur halb beantworten - wir haben ja auch gedacht, dass der Sprit vom Vorbesitzer nicht mehr gut sei und entsprechend habe ich vor 1 1/2 Wochen knapp fünf Liter Super frisch von der Tanke nachgetankt. Jedoch lief sie damals ja auch beim Kauf direkt und hat auch auf der Probefahrt keine Probleme gemacht, die mein Kumpel machte. Geändert hat sich seit dem ja nur der Einbau der Alphatechnik Drossel alias Torxschraube und das Drehen der Auslasswalze.

 

@KölleChris: eben drum, gut Ding will bekanntlich Weile haben. Zum Zustand der Dichtungen des Vergasers bzw der allgemeinen Elektrik kann ich so nichts sagen. Der Vorbesitzer hatte vom Gefühl her echt Arbeit und Herzblut in die Maschine gesteckt, nur habe ich leider abseits von ganz allgemeinen Aussagen keinen Einblick, was neu gemacht wurde und was nicht. Habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, bei Stein-Dinse mal nach Ersatzteilen zu schauen und ggf. den Vergaser (zumindest in Teilen zu revidieren). Ist halt nur neben der Masterarbeit momentan doch nicht mal leicht gesagt, sich ganz frisch in die ganze Technik der Vergaser einzulesen, geht also nur in kleinen Dosen. Ich werde morgen mal den Tank komplett abnehmen und mir den Vergaser detailliert anschauen und berichten. Danke auf jeden Fall schon mal für das potentielle Angebot! :) Die Zündkerze ist die NGK BR9ES und heute war sie weder feucht noch sonst irgendwie auffällig in meinen Augen.



#5 ThaMan

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Geschrieben 20 März 2020 - 09:42

wenn du nur sprit drauf gekippt hast, bringt das nix. nimm den Tank ab, stell ihn so ab, das er in normaler Lage ist und lass den hinteren Benzinhahn überstehen (zB über einen Tisch). dann den hinteren benzinhahn öffnen und in ein sauberes, weißes Glas auslaufen lassen. gucken, obs noch sprit ist, oder ob sich die Flüssigkeit im Glas trennt. wenn ja, ist die wahrscheinlichkeit hoch, das wasser drin war.

Wenn da nur sprit rauskommt, weiter Richtung Benzinhahn schauen und durch einpusten in beide Schläuche prüfen, ob auf beiden Benzinhahn Stellungen Sprit durchläuft.

Erst wenn glasklar ist, das unten am Vergaser nur frischer Sprit ankommt, dann Vergaser raus, demontieren und reinigen.

Das die Gaser beim ersten Füllen überlaufen, ist normal. Mopped einmal im Stand schütteln und gut sollte es sein. Die Luft in der Schwimmerkammer muss erstmal raus. In dem Zug auch dringend prüfen, ob alle drei Überläufe der Schwimmerkammer frei und auch die Schläuche durchgängig sind. Ist da was dicht, kommt keine Luft raus und auch kein Sprit rein.

Bei nahezu keiner mir bekannten TZR war mal was an der Zündung, die ist eigentlich sehr zuverlässig, wenn die korrekten NGK BR9ES Kerzen verbaut sind und die Stecker intakt sind. Ich nutze nur NGK Stecker mkt Dichtung.

#6 holliheizer

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Geschrieben 21 März 2020 - 09:54

Kurz und knackig!!

 

Deine Zündung ist OK.

 

Dein Motor bekommt keinen Sprit....er versäuft nicht.

 

Zieh den Benzinschlauch vom Vergaser ab und schau, ob Benzin auf PRI Stellung läuft. Es muss ungehindert Sprit laufen.

 

Dann Vergaser ausbauen und reinigen. Leerlaufdüse ist ganz wichtig!! Die ist ganz klein und wenn die zu ist, kannst du den Motorlauf vergessen.

Schwimmerstand noch kontrollieren.....alles wieder einbauen und fahren.

 

Beim Schrauben alles und sich selbst 2x kontrollieren.....wegen Fehlern beim Schrauben!! 

 

Holli



#7 ThaMan

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Geschrieben 21 März 2020 - 03:03

Recht hatter der Holli.

#8 xHellraiserx

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Geschrieben 21 März 2020 - 04:10

So, gerade mal den Vergaser komplett auseinandergenommen und soweit keine Fehler gefunden... also verstopfte Düsen o.ä. Sicherheitshalber alle Düsen sowie das komplette Gehäuse mit Bremsenreiniger gereinigt. Mache mich gleich an den Einbau und schaue dann noch mal bzgl. der Spritleitungen. Noch als Info zu den Vorpostern: der Benzinhahn kann keine Fehlerquelle sein, da momentan der Tank noch direkt über eine Leitung mit dem Vergaser verbunden ist. Werde den Benzinhahn erst wieder einbauen, wenn das Problem hier momentan beseitigt ist.

@ KölleChris: wegen den Einstellungen des Vorbesitzers - HD = 170, LLD = 36, Chokedüse = 60, Schwimmer = 9 Gramm, Nadelventil = 250, Schieber = 55, Nadel = U23.

@ThaMan: habe auch Sprit aus dem Tank laufen lassen und auch nichts verdächtiges gefunden. Keine Emulsion, die sich gebildet hat oder sonst irgendwie auffälliges.

 

Liebe Grüße und drückt mir die Daumen :D


Bearbeitet von xHellraiserx, 21 März 2020 - 05:31 .


#9 KölleChris

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Geschrieben 21 März 2020 - 04:16

Danke ! 



#10 xHellraiserx

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Geschrieben 21 März 2020 - 07:16

Kein Problem! Vergaser ist soweit wieder drin und der Kraftstoffschlauch lässt auch problemlos Sprit durch, sobald des Ventil unter dem Tank offen ist. Aber leider konnte ich die Maschine nicht starten, da der Schlauch nicht mehr auf den Anschluss des Vergasers drauf geht. Zu klein im Durchmesser und reißt - trotz ordentlich Schmierung. Entsprechend muss jetzt mal neue Schläuche für die Kraftstoffzufuhr ordern. Dazu zwei Fragen:

1) Welcher Durchmesser wäre optimal? Habe leider keine Schieblehre hier und kann entsprechend nicht messen.

2) GIbt es beim Kauf etwas bestimmtes zu beachten? Würde gerne transparente Schläuche kaufen, jedoch gibt es die nur aus PVC, während die 08/15 Kraftstoffschläuche ja aus NBR Gummi bestehen. Ist PVC trotzdem nutzbar, oder würdet ihr davon abraten? Und gibt es bestimmte Vorgaben seitens TÜV/Dekra etc. zu beachten?



#11 KölleChris

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Geschrieben 21 März 2020 - 07:24

Wegen dem Durchmesser muss ich selber nochmal messen gehen !

Ich würde da langfristig keine Experimente machen ! Benzinresistent müssen die definitiv schon sein ! ! ! 

 

Es gibt aber auch benzinresistente/transparente Schläuche zu kaufen.



#12 ThaMan

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Geschrieben 21 März 2020 - 10:10

Ist der Überlauf frei?

#13 KölleChris

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Geschrieben 22 März 2020 - 09:55

Die beiden Schläuche vom Tank zum Benzinhahn = innen  5,0 mm

Dicker Schlauch vom Benzinhahn zum Vergaser    = innen  6,5mm

siehe Pic...

 

Ich hatte grad noch Bilder von meinem Vergaser gefunden, die hatte ich vor Jahren mal erstellt als ich beim Vergaserthema war…..evtl eine kleine Hilfe.

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#14 KölleChris

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Geschrieben 22 März 2020 - 10:23

Läuft der Vergaser noch über bzw ist dicht ? 



#15 xHellraiserx

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Geschrieben 22 März 2020 - 09:04

So Jungs,

ein Wechselbad der Gefühle heute - es wird definitiv nicht langweilig mit der Maschine. Heute Mittag noch einen passenden Benzinschlauch aus der Halle auftreiben können und Vergaser wieder eingebaut. Luftfilterkasten abgelassen, aber probeweise mal orgeln lassen und sprang dann auch direkt an. Total froh dann den Luftfilterkasten drangebaut und dann mit der Einstellung der Gemischschraube (knapp drei Umdrehungen raus) und des Leerlaufreglers etwas gespielt, damit sie stabil im Leerlauf lief.

Etwa zwei Stunden später versucht eine Probefahrt zu machen - Maschine sprang nicht mehr an. Wie zu Beginn: Motor dreht aber springt nicht an. Gut, Luftfilterkasten abgebaut und dann sprang sie direkt an. Erstmal so akzeptiert das Ganze, und einfach schnell den Kasten draufgebaut und losgefahren. Hätte ja sein können, dass sie einfach nur hätte bewegt werden müssen, wer weiß... zumindest so mein Gedanke in dem Moment.

Knapp fünf oder sechs Kilometer gefahren und dabei kontinuierlich die Drehzahl gesteigert. Am Anfang bis maximal 5/6.000 u/min, weil ich dann richtig gemerkt habe, wie sie nicht weiter drehen wollte. Nach etwa drei Kilometern dann so langsam Richtung 7/8.000 u/min. Dann in der Nähe eines Freundes eine Gerade gefunden (wie gesagt, so 5 bis 6 km (vllt. auch etwas mehr) zwischenzeitlich gefahren) und dann bis etwa 10.000 u/min gedreht. Auffallend war, dass sie nicht wirklich drehen wollte und gerade als ich das verarbeitet hatte und die Drehzahl bzw. die Last reduzieren wollte, blockiert auf einmal das Hinterrad und ich meine, dass die Elektrik auch gleichzeitig ausgefallen ist. Nach einer Bedenksekunde ausgekuppelt und den Hobel am Straßenrand abgestellt - glücklicherweise ohne Sturz. Einzig ein langer schwarzer Streifen auf der Straße ist Zeuge des Ganzen. :D

Natürlich Panik geschoben (Kolbenklemmer? Kapitaler Motorschaden?) und nur kurz Elektrik aus und wieder an gemacht, um zu schauen, ob sie noch dreht. Kann mich an den Moment nicht mehr genau erinnern - Aufregung sei dank -  meine aber, dass sie noch orgeln konnte.

Mit besagtem Freund die Maschine dann per Hänger zu ihm gefahren und gerade eben heim gekommen. Entsprechend genervt und mit dem Latein am Ende, was jetzt auf einmal dazu geführt haben könnte. Das Einzige was mir noch eingefallen ist, ist dass meinem anderen besten Kumpel an seiner TZR damals das Polrad abgerissen ist und aufgrund dessen auch die Elektrik ausfiel bzw. das Hinterrad blockierte. Meine Freunde wollen sich auch mal umhören, aber im Kern bin ich jetzt erst mal auf eure Schwarmintelligenz angewiesen... wie zum Geier geht man jetzt vor? Und habe ich etwas kapital falsch bei der Schrauberei gemacht? :D

 

EDIT: Ok, dass die Maschine kaum ausdreht und ggf. auch das Gas so schlecht annimmt ist sicherlich der Drossel geschuldet, würde ich mal behaupten. Mir gerade nur so noch eingefallen.


Bearbeitet von xHellraiserx, 22 März 2020 - 09:23 .